SÖHNE HAMBURGS

Stefan Gwildis, Joja Wendt und Rolf Claussen
"Männer in den besten Jahren"

Tickethotline: 040-47110644 / 04651-4711
Karten Webshop: Meerkabarett Tickets
Do,
01.01.70
01:00 Uhr
event:halle sylt quelle, Rantum

Warum nicht mal richtig auf den Putz hauen: Sie sind die Supergroup des norddeutschen Understatements, eine Best-Ager-Boyband mit Kreischfaktor, virtuose  und  um  keinen  Schnack  verlegene  Botschafter  ihrer  Heimatstadt: Stefan Gwildis, die schwärzeste Soulstimme Deutschlands, Tastenmagier Joja Wendt und Allzweck-Bühnenbegabung Rolf Claussen. Allesamt Kapazitäten ihrer Genres, große Nummern, Solo weit über die Waterkant hinaus in allen Wind- und Himmelsrichtungen anerkannt. Und trotzdem jetzt im Trio unterwegs: Als „Die Söhne Hamburgs“ bespielen Claussen, Gwildis und Wendt gemeinsam und mit vereinten Talenten die Bühnen der Republik.

Zur Freude des Publikums - vor allem aber zur eigenen: „Stimme, Instrument, Improvisation - klar, dass das zusammen passt wie Hamburg und Hafen. Aber dahinter steckt trotzdem kein Marketing-Trick und keine Strategie“, erzählt Joja Wendt. „Vermutlich hätte sich jeder Branchen-Profi bei dieser Idee an die Stirn gefasst - wenn wir denn überhaupt einen konsultiert hätten. Haben wir aber nicht. Wir haben es einfach gemacht und uns dabei so wohl wie noch nie gefühlt auf der Bühne - und das will was heißen. Der Spaß ist so groß, dass es uns oft schwerfällt, am Ende des Abends überhaupt die Bretter zu verlassen.“

Prominenter Geburtshelfer der drei Söhne war Otto Waalkes. Bei einer Geburtstagsfeier, passenderweise, zu Hause bei Wendts, ließ Deutschlands bekanntester Ostfriese den entscheidenden Satz fallen: „Ihr seid die Söhne Hamburgs“ - mit einem leichtem Anflug von Neid in der Stimme, dass er, als gebürtiger Emder, sich dieser Gruppe nicht würde anschließen können. Offensichtlich hatte es dieses Anstoßes bedurft: Claussen, Gwildis und Wendt waren seit vielen Jahren befreundet, hatten Familien-Urlaube miteinander verbracht, abseits davon aber seit ihren gemeinsamen Anfängen als Straßenmusiker jeweils eigene berufliche Wege verfolgt. Jeder für sich sehr erfolgreich. Und jeder gleichermaßen mit dem Ruf behaftet, sich wenig um die Grenzen zwischen Konzert, Theater und anderen Bühnenkünsten zu kümmern – Improvisationstheater (Claussen), Pingpong-Einlagen auf dem Konzertflügel (Wendt) oder ein zu musikalischen Zwecken zerdepperter Opel Kadett (Gwildis) inklusive.

Nun kommt zusammen, was zusammen gehört: Als Söhne Hamburgs verknüpfen Rolf Claussen, Stefan Gwildis und Joja Wendt die in ihren jeweiligen Karrieren  gesammelten  Erfahrungen  und  Kunsttgriffe  mit  der  anarchischen Spiel- und Improvisationsfreude aus ihren bunten Anfangsjahren in der Mönckebergstraße, auf den Alstervergnügen, im Schmidt-Theater. Und was daraus erwächst, ist ein an jedem Abend neuer, virtuoser Reigen aus Songs, Szenen, artistischen Einlagen, Slapstick und einem gerüttelt Maß trockenen Humors.

 

Auf der Bühne bearbeiten die drei Protagonisten mit Lust ihre eigenen Lebensumstände und Befindlichkeiten, genauso wie jene ihrer Babyboomer- Generation allgemein, besingen die Musiker-Steuererklärung und sich selbst - die „Männer in den besten Jahren“. Und natürlich geht es um Hamburg, um das noch immer unvollendete neue Wahrzeichen über dem Wasser („Elbphilharmonie“) und das zum Sinnbild für den Verkehrsinfarkt gewordene alte gleich darunter („Licht am Ende des Tunnels“); ganz besonders um die Menschen dieser Stadt, wie die Fischverkäuferin, der sie wunderbar zweideutige Eindeutigkeiten wie „Du hast schon so viele ausgenommen“ widmen. Dem inhaltlichen Parforce-Ritt steht der musikalische in nichts nach: Boogie, Soul, Jazz, Klassik und altes Hamburger Liedgut - jeder singt, jeder spielt, manchmal auch allesamt alles gleichzeitig und zusammen. Das Instrumentarium reicht von Gitarre und Bass über skurrile Straßeninstrumente Marke Eigenfabrikat bis hin zu einem 6 Meter langen Konzertflügel - so die Bühnengröße es hergibt -, begeh- und vor allem betanzbar und mit eigener Showtreppe versehen.

 

„Hamburg war schon immer eine weltoffene Multikulti-Hafenmetropole, in der vieles aufeinanderprallte und Neues entstehen ließ. Und eigentlich machen wir genau das auch auf der Bühne. Man könnte sagen: Als Söhne Hamburgs sind wir ein akustisches Abbild unserer Stadt - irgendwie zwangsläufig.“

 

Bei allem, was sie tun, verfahren die Söhne Hamburgs nach dem „Harlem- Globetrotter-Prinzip“ - wie Joja Wendt es nennt: „Schwieriges muss leicht aussehen. Denn bei allem ernsthaften Anspruch, den jeder von uns hat: Man darf sich selbst und das, was man tut, nicht so furchtbar ernst nehmen.“ Dasselbe gilt übrigens auch für ihren Song „Hör auf die Söhne“ - einen augenzwinkernder Seitenhieb auf die bedeutungsschwangeren Namenspaten aus dem Südwesten des Landes, mit denen man übrigens gut bekannt ist. „Wir sind kein Gegenpol zu den Söhnen Mannheims. Musik ist nie gegeneinander, sondern immer miteinander - aber ein kleiner Scherz muss trotzdem drin sein.“

Rolf Claussen ist seit vielen Jahren Mitglied des Hamburger Improvisationstheater-Ensembles „Hidden  Shakespeare“  und  Geschäftsführer von „Pappnase & Co.“, einem Fachgeschäft und Versand für Zirkus- und Theaterbedarf. Gemeinsam mit Stefan Gwildis bildete er in den 80ern und

90ern des vergangenen Jahrhunderts das Duo „Aprillfrisch“ und brachte eigene Musicals wie „Wuttke II - am Arsch der Welt“ und „Vanessa V - Piraten der Liebe“ auf die Bühnen der Hansestadt.

Stefan Gwildis ist in Hamburg schon lange weltberühmt. Seinen musikalischen Durchbruch feierte der Sänger mit der Reibeisenstimme mit Soulklassikern in deutscher Sprache, zuletzt sorgte er mit dem Album „Das mit dem Glücklichsein“, einer Kooperation mit der NDR Bigband, für Aufhorchen in der Jazz-Welt.

Joja Wendt gilt als erfolgreichster deutscher Pianist im In- und Ausland - und, wie eine Zeitung einmal schrieb, als „der unterhaltsamste Grund, ein Klavierkonzert zu besuchen“. Der Steinway-Artist ist ein Alleskönner zwischen Boogie Woogie, Jazz, Rock und Klassik und hat auf seinen Konzerttourneen bereits die renommiertesten Hallen aller Erdteile bereist.